Notentlastungsventil (Sicherheitsventil) für Hochdrucksysteme in Ölfeldern
Ein Notentlastungsventil – auch bekannt als Ölfeld-Sicherheitsventil – ist ein direkt wirkendes, selbsttätig rücksetzendes Druckentlastungsgerät, das Hochdruck-Bohr- und Frac-Systeme vor Überdruck schützt. Durch eine federbelastete Kugel- und Sitz-Mechanik öffnet das Ventil automatisch, wenn der Systemdruck einen voreingestellten Schwellenwert überschreitet, leitet den Druck schnell auf ein sicheres Niveau ab und schließt automatisch, sobald der Druck sinkt – ohne Eingreifen des Bedieners. Kaiyuan Notentlastungsventile sind für die anspruchsvollsten Ölfeldumgebungen konzipiert, mit einem einstellbaren Druckbereich von 35 MPa bis 140 MPa und einer maximalen Betriebsdruckfestigkeit von 140 MPa (20.000 PSI). Sie entsprechen den API-Standards und eignen sich für den Einbau an Kolbenpumpen, Hochdruck-Flüssigkeitssteuerungsleitungen, Druckbehältern und Frac-Manifoldsystemen.

Technische Daten
| Parameter |
Spezifikation |
|---|
| Arbeitsmedium |
Wasserbasis-Bohrspülung, Ölbasis-Bohrspülung, Frac-Flüssigkeit, Reinwasser |
| Max. Betriebsdruck |
105 MPa (15.000 PSI) / 140 MPa (20.000 PSI) |
| Einstellbarer Druckbereich |
35 MPa – 140 MPa (vor Ort einstellbar) |
| Druckstufe |
15K / 20K |
| Anschlusstyp |
Fig. 1002 Union / Fig. 1502 Union / Flansch |
| Gehäusematerial |
Legierter Stahl / Edelstahl |
| Dichtungsstruktur |
Federbelastete Kugel und Sitz |
| Rücksetztyp |
Automatische Selbstrücksetzung (kein manueller Eingriff erforderlich) |
| Betriebstemperatur |
-20°C bis +120°C |
| Einsatzgeräte |
Kolbenpumpen, Hochdruck-Manifolds, Druckbehälter |
| Konstruktionsstandard |
API 6A / API 16C |
| Oberflächenbehandlung |
Verzinkung / Feuerverzinkung (korrosionsbeständig) |
| Individueller Einstelldruck |
Auf Anfrage vor dem Versand verfügbar |
Funktionsweise des Notentlastungsventils
Das Notentlastungsventil arbeitet in drei automatischen Zuständen, ohne Strom oder Bedienereingriff:
- Normalbetrieb: Bei Systemdruck unter dem eingestellten Wert hält die Federkraft die Kugel fest gegen den Sitz, das Ventil bleibt geschlossen. Die Flüssigkeit strömt ungehindert durch die Leitung.
- Überdruckentlastung (automatisches Öffnen): Bei Überschreitung des Schwellenwerts – durch Pumpenstöße, Leitungsblockaden oder Gerätefehler – überwindet der hydraulische Druck die Federkraft. Die Kugel hebt ab, und Flüssigkeit wird durch den Sicherheitsauslass sofort abgeleitet. Das Ventil reagiert in Millisekunden und schützt Anlagen und Personal.
- Automatische Rücksetzung (Selbstschließend): Sinkt der Druck wieder in den sicheren Bereich, drückt die Feder die Kugel zurück gegen den Sitz. Das Ventil schließt selbsttätig, und der Normalbetrieb wird ohne Verzögerung fortgesetzt. Dieses Notablasssystem minimiert Ausfallzeiten.
Anwendungsszenarien
- Überdruckschutz für Bohrspülungspumpen: Als letzte Schutzlinie an Kolbenpumpen verhindert das Ventil katastrophale Schäden bei Druckstößen durch Verstopfungen oder Ventilfehler. Kaiyuan-Ventile reagieren in Millisekunden.
- Frac-Anlagenschutz: Bei hydraulischem Fracking mit Drücken bis 140 MPa schützen die Ventile Manifolds und Hochdruckleitungen vor plötzlichen Druckstößen durch Perforationsverstopfungen oder Pumpenausfälle.
- Hochdruck-Manifoldsysteme: In Kick-Manifolds arbeiten die Ventile mit Druckventilen und Fernsteuerventilen zusammen, um Druckspitzen während Wellenkontrollmaßnahmen automatisch abzuleiten.
- Wasser- und Chemikalieninjektion: In EOR-Anlagen schützen die Ventile Injektionssysteme vor Überdruck durch Leitungsblockaden, minimieren das Risiko von Leckagen und Umweltschäden.
Installation & Einstelldruck-Anpassung
Installationshinweise:
- Ausrichtung: Vertikale Installation mit nach unten gerichtetem Entlastungsauslass empfohlen. Horizontale Montage ist möglich, falls nötig.
- Position: Möglichst nah an der geschützten Anlage montieren, um Reaktionszeiten zu verkürzen.
- Anschluss: Fig. 1002- oder Fig. 1502-Unionen mit geeignetem Dichtmittel verwenden. Anzugsmomente einhalten.
- Entlastungsleitung: Sicher ableiten – nie in Richtung von Personal oder Zündquellen. Auffangbehälter empfehlenswert.
- Vorinstallation: Voreingestellten Druck prüfen. Maximalen Betriebsdruck nicht überschreiten.
Einstelldruck-Anpassung:
- Kontermutter am Stellbolzen lösen.
- Druck erhöhen: Stellbolzen im Uhrzeigersinn drehen (erhöht die Federkraft).
- Druck verringern: Stellbolzen gegen den Uhrzeigersinn drehen (verringert die Federkraft).
- Einstellbereich: 35 MPa bis 140 MPa. Nie außerhalb dieses Bereichs einstellen.
- Kontermutter nach der Einstellung festziehen, um ein Verstellen zu vermeiden.
- Eingestellten Druck mit kalibriertem Manometer überprüfen.